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Vulgär?

Fashion Redefined

03. März 2017 bis 25. Juni 2017
WinterpalaisBelvedere

Die Ausstellung Vulgär? Fashion Redefined beschäftigt sich mit dem umstrittenen und zugleich fesselnden Thema des Geschmacks in der Mode. Objekte von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert regen ab März 2017 in Prinz Eugens prunkvollem Winterpalais zum Diskurs über die Definition des „Vulgären“ an. Die unterschwellige These der Ausstellungsmacher, gestützt durch Aussagen Coco Chanels oder Jonathan Swifts: (Guter) Geschmack ist letztendlich Einstellungssache.

Ausgangspunkt der von Kuratorin Judith Clark und Psychoanalytiker Adam Phillips konzipierten Schau sind literarische Definitionen des „Vulgären“. Anhand verschiedener Kategorien, so zum Beispiel in der Darstellung des Verhältnisses von Mode zum menschlichen Körper, zeigt die Ausstellung, dass Vulgarität der Mode inhärent ist.

Historische Bekleidung, Couture und Konfektionsmode werden Stoffmuster, Handschriften, Fotografien und Filme gegenübergestellt. Damit soll die Sprunghaftigkeit von Geschmack vermittelt werden: Was einst mit Vulgarität gleichgesetzt wurde, wird von Modeschöpfern neu inszeniert und bekommt somit einen höheren Stellenwert in der Definition des „guten Geschmacks“.

Die Ausstellung, die ab Oktober 2016 im Londoner Barbican Center zu sehen ist, zeigt Leihgaben aus wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen aus aller Welt und Beiträge von führenden modernen und zeitgenössischen Designern und Modehäusern wie Christian Dior, Jeanne Lanvin, Christian Lacroix, Louis Vuitton und Vivienne Westwood.

Für die Ausstellungskonzeption wurden die neuesten Forschungserkenntnisse der Psychologie zu verschiedenen Auslegungen und Ursprüngen des „Vulgären“ mit einbezogen.

Die begleitende Publikation zur Ausstellung (Verlag Buchhandlung Walther König) enthält Illustrationen und Essays der Ausstellungsmacher, sowie Interviews mit in der Ausstellung gezeigten Designern wie Walter van Beirendonck, Christian Lacroix und Zandra Rhodes.


#TheVulgar